Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

ZUKUNFT STADT@GRÜNBAU BERLIN / 11. April 2019

Bild

Fachforum für Stadtentwicklung

Gemeinsam mit der Garten+Landschaft und Playground@Landscape laden wir Sie herzlich zum Fachforum „Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN“ am 11. April 2019 ein!


Im Marshall-Haus auf dem Messegelände Berlin stellen hochkarätige Speaker neue Entwicklungen und bestmögliche Beispiele zu aktuellen Fragen und planerischen Herausforderungen in der Freiraum- und Stadtentwicklung vor:

  • Bewegung in der Stadt
  • Lassen sich sichere Städte planen?
  • Welche Rolle spielt Stadtmobiliar?
  • Gebäudebegrünung und mehr Grün in der Stadt
  • Regenwassermanagement

Diese und andere Fragen sollen auf dem Fachkongress diskutiert werden.

Anmeldung als Aussteller mit Business Point und Möglichkeit zum Impulsvortrag:

Anmeldeformular ZUKUNFT STADT@GRÜNBAU BERLIN (PDF, 1,3 MB)

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Elena Ramdohr: ramdohr@messe-berlin.de

Anmeldung als Besucher für Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN (PDF, 365,0 kB)

Teilnahmegebühr: 79 € (inkl. Getränke und Mittagessen)

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Elena Ramdohr: ramdohr@messe-berlin.de

Anfahrt Marshall-Haus

Zugang zum Messegelände erfolgt über Halle 7. Bitte nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. Die nächstgelegene S-Bahn-Station ist MESSE SÜD.

Es finden zeitgleich weitere Veranstaltungen auf dem Messegelände statt. Sollten Sie mit dem PKW anreisen fahren Sie bitte über Tor 9 / Messedamm zu den Parkplätzen am Marshall-Haus und Halle 7.2. Bitte nennen Sie am Tor die „Marshall-Haus Tagung / Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN“.

Hier finden Sie eine Anfahrtsbeschreibung (PDF, 416,2 kB).

Elena Ramdohr
Projektmanagerin GRÜNBAU BERLIN / bautec
Messe Berlin GmbH

Telefon: +49 /0/30 3038 2392
elena.ramdohr@messe-berlin.de

Fachkongress Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN
Messegelände Berlin ExpoCenter City | Marshall-Haus
11. April 2019 | 10:00 – 17:00 Uhr

Partner:

Speaker:

Porträt Christoph Rohling

Christoph Rohling, (Sportschule Lastrup/Träger Kreissportbund Cloppenburg e.V.), Lastrup

Altersunabhängige Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum am Beispiel Sportschule Lastrup

Kurzfassung Vortrag

Zunächst wird auf die Sportschule Lastrup als überregional bedeutenden Standort für sportartübergreifende Aus-, Fort- und Weiterbildung eingegangen, die darüber hinaus als Trainingsstätte für Profi- und Breitensportler aller Leistungsbereiche genutzt wird. Im nächsten Schritt wird die Ausgangssituation beschrieben und das Projekt „Mehrgenerationen Fitnessparcours Sportschule Lastrup“ unter Berücksichtigung der Ziele sowie des Nutzens näher erörtert.

Im Folgenden wird die Zusammenstellung und die Art der zu installierenden Sportgeräte näher beleuchten und im Anschluss wird auf die Kosten und Finanzierung des Projektes eingegangen.

Abschließend folgt die Überprüfung der Zielerreichung und des Nutzens des Projektes „Mehrgenerationen Fitnessparcours Sportschule Lastrup“.

Lebenslauf

07/2017 – derzeit | Geschäftsführer des KreisSportBund Cloppenburg e.V.

06/2013 – derzeit | Geschäftsführer der Sportschule Lastrup in Trägerschaft des KreisSportBund Cloppenburg e.V.

03/2012 – 06/2013 | Freiberuflicher Sportmanager und Vereinsberater u. a. als Geschäftsführer des Gesund und Fit Erfurt e.V.

06/2009 – 02/2012 | Stellv. Geschäftsführer des Universitätssportverein Erfurt e.V., Sportbeauftragter der FH Erfurt und Leiter Onlineeinschreibung im Erfurter Hochschulsport

03/2011 – 12/2011 | Geschäftsführer und Leiter Hochschulsport als Elternzeitvertretung beim Universitätssportverein Erfurt e.V.

04/2005 – 05/2009 | Freiberufler u. a. als Stellv. Geschäftsführer für den USV Erfurt e.V.

Einschreibekoordinator und Webbetreuer im ErfurterHochschulsportRegionalbetreuer für die Thüringer Sportjugend im Rahmen des 35. Deutsch-Japanischen Simultanaustausches

Koordinator und Betreuer div. Studentenfreizeiten

Logistischer Koordinator der medizinischen Absicherung im Rahmen der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu / Rumänien durch die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Koordinator und Betreuer der Jahresfreizeiten der BehindertenwohngruppeMaierisliSchönengrund / Schweiz

Logistischer Betreuer der Weihnachtsaktionen 2005 und 2006 „Thüringer schenken Freude“ für die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Sachsen-Anhalt / Thüringen

10/2004 – 03/2005 | Niederlassungsleiter für das Service Team Augsburg / Kempten / Ulm bei der Selecta Deutschland GmbH

01/2004 – 09/2004 | Operativer Leiter für das Service Team Augsburg / Kempten / Ulm bei der Selecta Deutschland GmbH

04/2003 – 12/2003 | Trainee Nachwuchsführungskraft im Service Team Singen bei der Selecta Deutschland GmbH

Studium und Berufsausbildung

10/2009 – 02/2012 | Berufsbegleitendes Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Masterstudiengang Sportmanagement Thema der Masterarbeit: Erarbeitung eines Marketingkonzepts für den USV Erfurt e.V.

Abschluss: Master of Business Administration

10/1995 – 04/2002 | Studium an der Fachhochschule Erfurt im Fachbereich Verkehrs- und Transportwesen mit den Schwerpunkten Güterverkehrsorganisation und Makrologistik

Abschluss: Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)

08/1992 – 07/1994 | Ausbildung zum Bürokaufmann bei der Firma Vogel Montagen, Schüttorf

Abschluss: Bürokaufmann

Porträt Marting Gessinger

Martin Gessinger, TraceSpace und ParkourONE Academy, Berlin

Bewegungsräume – Inspiriert durch Parkour

Kurzfassung Vortrag

In Zeiten einer sich immer schneller verändernden Welt, die Ideen und sportliche Trends in einer nie dagewesenen Fülle und Geschwindigkeit entstehen lässt und Spezialisierung und Abgrenzung Teil dieses Prozesses sind, ist es wichtig, Räume zu entwickeln, in denen Begegnung und Austausch zwischen Nutzergruppen gefördert werden. TraceSpace Bewegungsräume inspiriert durch Parkour können hierzu einen konkreten Beitrag leisten, indem sie nach den Prinzipien der Bewegungsdisziplin geplant werden, um vielseitige, nachhaltige und nachgefragte Bewegungsangebote zu ermöglichen, die gleichsam für Traceure und viele weitere Zielgruppen interessant sind.

Lebenslauf

Ausbildung

bis 2006 | Georg Friedrich Händel Gymnasium
Abschluss: Abitur

2007 - 2016 | Studium an der Freien Universität Berlin
Abschluss: Master of Education (Biologie und Geschichte)

Berufliche Laufbahn

2008 - 2016 | Aufbau der Region ParkourONE Berlin
Freiberufliche Tätigkeit in ParkourONE

2016 | Gründung ParkourONE Berlin - Scheffler & Gessinger GbR
Gründung ParkourONEAcademy

ab 2016 | Geschäftsführung ParkourONE Berlin GbR
Konrektor ParkourONEAcademy

ab 2018 | Geschäftsführung TraceSpace GbR

Porträt Timo Herrmann (c)Lichtschwaermer

Timo Herrmann, bbz landschaftsarchitekten, Berlin

Sicherheit im öffentlichen Raum: Humboldtforum Berlin/Neubau Axel Springer Berlin

Kurzfassung Vortrag

Nicht erst seit dem Anschlag am Breitscheidplatz 2016 wird die Sicherheit im öffentlichen Raum neu diskutiert und einer kritischen Betrachtung unterzogen. Das Berliner Büro von bbzlandschaftsarchitekten entschied 2013 den Wettbewerb für die Freiraumgestaltung des Humboldt Forums für sich. Welche Maßnahmen an diesem prominenten Ort im historischen Zentrum Berlins und im Umfeld des Neubau Axel Springer von OMA/Rem Koolhaas zur Sicherheit beitragen, darüber referiert TimoHerrmann, Geschäftsführer von bbz landschaftsarchitektenBerlin.

Das Themenfeld der Sicherheit ist kein Neues für die Architektur. Architektur und Stadt gehen aus einem Sicherheitsbedürfnis hervor, es ist ihnen grundlegend eingeschrieben. Erste Städte wurden an militärstrategisch günstigen Orten gebaut, ebenso an Plätzen, an denen man leicht zu schützende Handelsorte etablieren konnte.

In der heutigen Zeit sind hermetisch abgesicherte Gebäude für uns ein immer alltäglicherer Anblick. Egal ob Botschaften oder Bundeskanzleramt; hohe Zäune und Sicherheitspersonal vermitteln eine gezielte Abwehr von Gefahren. Mit ihnen einher geht allerdings auch eine beklemmende, unfreie, manchmal sogar bedrohliche Atmosphäre. Sicherheit zu gestalten, ohne dem Bürger das Gefühl zu vermitteln, sich durch eine Hochsicherheitszone zu bewegen, zeigt sich als immer größer werdende Herausforderung für den öffentlichen Raum.

Unsere gebaute Umwelt als Indikator für eine pluralistische und offene Gesellschaft und nicht von Sicherheitsarchitektur dominiert. Sicherheit wird nur dann zu einem wirklichen Sicherheitsgefühl, wenn die Rahmenbedingungen unsichtbar bleiben. Im Vordergrund aktueller Planungen von bbz landschaftsarchitekten steht die Abwendung von Gefahren im öffentlichen Raum, ohne unmittelbar auf diese aufmerksam zu machen. Denn nicht Poller werden unsere freie Gesellschaft verteidigen!

Lebenslauf

seit 2016 | Mitglied im bdla

seit 2014 | Aufnahme in die Fachliste 'Preisrichter und Gestaltungsbeirat' der Architektenkammer Baden-Württemberg

seit 2013 | Geschäftsführer der bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh

seit 2008 | Preisrichter / Preisgerichtsvorsitz

2005 - 2009 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Landschaftsarchitektur/ Entwurf Universität Kassel

2004 | Bürogründung bbz landschaftsarchitekten

2004 | Eintragung Architektenkammer Baden-Württemberg als Landschaftsarchitekt

2002 - 2004 | Projektleiter bei Stötzer-Neher Landschaftsarchitekten, Berlin

2001 - 2002 | Lehrauftrag für EDV-gestützte Visualisierung in der Landschaftsarchitektur am Institut für Landschaftsarchitektur der Technischen Universität Berlin

2001 - 2002 | Mitarbeit im Büro Sprenger Landschaftsarchitekten, Berlin

2001 | Diplom am Fachgebiet Objektplanung Prof. Loidl Institut für Landschaftsarchitektur der Technischen Universität Berlin

1999 - 2000 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Architecture Research Unit, University of North London

1999 - 2000 | Studium der Landschaftsarchitektur an der Leeds Metropolitan University, England

1994 - 2001 | Studium der Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Berlin

1972 | geboren in Öhringen, Deutschland

Porträt Theo Deutinger

Theo Deutinger, TD, Österreich/Niederlande

Wie Stadtmobiliar das Verhalten im öffentlichen Raum beeinflusst

Kurzfassung Vortrag

Der Vortrag wird das Handbook of Tyranny vorstellen, das mit seinen 12 Kapiteln einen Einblick in den Zusammenhang von Gesetzen und Entwurfspraxis gibt. Durch das Buch werden die zunehmenden Unterdrückungstendenzen im neuen Jahrhundert sichtbar gemacht und in einer bislang ungekannten Klarheit veranschaulicht.

In weiterer Folge wir vor Allem auf das Kapitel „Defensive City“ (Stadt in Verteidigung) eingegangen, dass sich einerseits mit dem vagen Begriff des „unerwünschten Verhaltens“ und andererseits mit der reellen Bedrohung durch Terrorismus befasst:

Das Zeitalter befestigter Städte ist längst vorbei. Anstelle von Schutzwällen zur feindlichen Abwehr an Stadtgrenzen wurden nationale und supranationale Grenzsicherungssystem entwickelt. Die in unseren Städten ergriffenen Verteidigungsmaßnahmen richten sich hauptsächlich gegen den inneren Feind. Neben der terroristischen Bedrohung gibt es jedoch deutlich weniger gewaltgesinnte „Feinde" der Stadt: die BürgerInnen.

Das Schlagwort hier ist „unerwünschte Verhalten“. Es geht dabei nicht um tätliche Bedrohungen, sondern um die drohende Verminderung der sehr persönlichen Lebensqualität in der Stadt. Die grundlegende Frage ist: wer bestimmt was unerwünscht ist?

Unerwünschtes Verhalten ist der Ausgangspunkt für die Umsetzung von subtilen Gestaltungselementen, welche die Nutzung des öffentlichen Raums beeinflussen. Da unerwünschtes Verhalten kein Verbrechen darstellt, sind die im Entwurf des Stadtmobiliars versteckte Präventivmaßnahmen der einzige Weg dagegen vorzugehen. Die Herausforderung für die Gestalter ist es, ganz alltägliche Tätigkeiten wie Liegen, Sitzen, Gehen oder die Ansammlung von Gruppen, zu verhindern. Die Lösungen sind oft verblüffend und geschickt getarnt als Armlehnen, Steingärten, schiefe Ebenen oder Opernmusik.

Im Jahr 2016, wurde mit den Anschlägen in Nizza und Berlin, die Strategie von Terrorangriffen durch Kraftfahrzeuge in die europäischen Städte getragen. Diese reelle Bedrohung steht in keinem Vergleich zum oben genannten „unerwünschten Verhalten“. Städte müssen sich schützen, müssen ihre Bürger Sicherheit bieten.

Denn Menschen möchten sich in ihrer Stadt sicher fühlen jedoch nicht mit Sicherheitsmaßnahmen konfrontiert werden. Daher liegt die Kunst, eine sichere und widerstandsfähige Stadt zu entwerfen, in der Kunst des Verbergens. Solange die Bedrohung bestehen bleibt, werden unsere Städte zunehmend rammsicher gemacht und vermehrt mit Hindernissen übersät, die als Kunst, Natur oder Möbel getarnt sind. Interessanterweise liegt gerade in jenem tragischen Bedürfnis, eine sichere Stadt zu gestalten, das Potenzial für eine lebenswerteren, fußgängerfreundlicheren und abwechslungsreicheren öffentlichen Raum.

Lebenslauf

Seit 2005 führt Theo Deutinger das Büro TD, das an Projekten in allen Maßstabsebenen arbeitet. Die Resultate seiner Arbeit werden regelmäßig in Zeitschriften wie Mark, Wired und Domus publiziert.

Bekannte Raumtheoretische Abhandlungen, die sich kritisch mit Konsum und Zeitgeist befassen sind „Audi, Adi, Aldi“, „Firewall“ und „Stadt der Athleten“. Sein im Jahr 2018 erschienenes „Handbook of Tyranny“ wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem als eines der 25 »Schönsten Deutschen Bücher«. Theo Deutinger kuratiert Ausstellungen und ist mit seinen Arbeiten selbst Teil internationaler Präsentationen wie der Design Biennale Kwangju (Korea, 2011), der 14. Architektur Biennale in Venedig (Italien 2014) und im Storefront for Art and Architecture in New York (USA 2019).

Theo Deutinger unterrichtete unter anderem am Bauhaus in Dessau, an Harvard in Cambridge und am Strelka Institut in Moskau. Derzeit hat er Lehraufträge an der Kunstuniversität Linz (Österreich) und der Design Academy Eindhoven (Niederlande).

Porträt Stefan Brückmann

Stefan Brückmann, die3 landschaftsarchitektur, Bonn





Multifunktionale Flächennutzung zur Überflutungsvorsorge am Beispiel der Stadt Wesseling

Kurzfassung Vortrag

In 2008, 2012 und 2017 wurde der Ortsteil Wesseling-Keldenich durch außergewöhnliche Starkregenereignisse (>50a bzw. >100a) heimgesucht. Infolge eines Rückstaus aus dem Kanalnetz kam es damals vor Ort zur schadensträchtigen Überflutung von Straßen, Kellern und einer Tiefgarage. Um weitere Überflutungen dieser Art in Zukunft zu vermeiden, beabsichtigen die Entsorgungsbetriebe Wesseling eine in unmittelbarer Nähe befindliche Freifläche als Notüberlauf für seltene und außergewöhnliche Regenereignisse heranzuziehen. Im Gegensatz zum Bau eines „klassischen“ technischen Bauwerkes in Form eines Regenrückhaltebeckens, ist vorgesehen, die Fläche für eine multifunktionale Nutzung herzurichten. Im Normalfall soll der Bereich als öffentliche Grünfläche von der Bevölkerung genutzt werden können. Nur im seltenen Fall eines Starkregens (ca. alle 5 Jahre) soll sie temporär als Notüberlauf dienen, um Personen- und Sachschäden im Ortsteil Wesseling-Keldenich zu vermeiden.

Eine Besonderheit des Projektes ist, dass es sich um einen Mischwasserüberlauf handelt. Aufgrund der Belastung des Abschlages wurde in einem begleitenden Gutachten des Institutes für Hygiene und Gesundheit der Universität Bonn Bedingungen für die Inanspruchnahme der öffentlich genutzten Freifläche festgelegt. Das Gutachten fordert zunächst, dass im seltenen Fall eines Überlaufes garantiert wird, dass ein direkter Kontakt mit dem Wasser vermieden wird. Um dies sicherzustellen, soll die Fläche durch Zäune von der Umgebung abgeschirmt und nur über Tore zugänglich gemacht werden, die im Starkregenfall geschlossen werden können. Im Anschluss an eine Überflutung der Fläche soll der Bereich erst nach einigen Wochen und nach einer Überprüfung des hygienischen Zustandes wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Das freiraumplanerische Entwurfskonzept sieht ein System aus drei Becken und einem Großbecken vor. Durch eine Bepflanzung der Wiesenränder soll die Wiese zudem stärker an die nördlich angrenzende Grünstruktur eingebunden werden. Darüberhinaus sollen die notwendigen Zaunanlagen durch den Einsatz von Vegetation optisch weitestgehend abgeschirmt werden. Auf dem Bunker soll einen Steg befestigt werden, damit dieser als Aussichtspunkt dienen kann. Die im Entwurfskonzept vorgesehenen Becken sollen im seltenen Starkregenfall hintereinander geflutet werden. Das erste Becken bietet die größte Retentionskapazität und wird in den meisten Fällen ausreichen, um das Wasser aufzufangen. Erst bei Erreichen der Kapazitätsgrenze wird das überschüssige Wasser in die angeschlossenen Becken weitergeleitet. Es ist vorgesehen, das erste Becken teilweise zu versiegeln, damit das stärker belastete Mischwasser des „First Flush“ von hier aus direkt in das Kanalsystem zurückgeleitet werden kann. Die anderen (kleineren) Becken sollen dagegen nicht befestigt werden. Die unterschiedlichen Formen, Größen und Befestigungsarten ermöglichen auch verschiedene Nutzungen. Becken 1 (versiegelt) kann als Basketballfeld oder Fußballfeld eingerichtet werden. In den nicht versiegelten Bereich kann ein Trimm Parcours untergebracht werden. Die nachgeschalteten Becken 2, 3 und 4 sollen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vielmehr ist vorgesehen, die heutige Nutzung als Obst- und Pferdewiese in Becken 2 und 3 beizubehalten. Zur ökologischen Aufwertung der Fläche, insbesondere für den Artenschutz, soll im Bereich des 4. Beckens sowie seiner Randbereiche eine Wildwiese ausgesät werden. Durch eine angepasste Mahd kann ein artenreiches Biotop entstehen, das vor allem Insekten als Nahrungshabitat dienen kann.

Lebenslauf

2004 – heute | Büro die3 landschaftsarchitektur, Geschäftsführender Gesellschafter

2000 – 2004 | Freie Mitarbeit in Planungsbüros in Weimar und Zwickau

1994 – 1999 | Studium der Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Dresden

1992 – 1994 | Ausbildung zum Gärtner im Garten- und Landschaftsbau

1990 – 1992 | Studium der Agrarwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn

Porträt Gunter Mann

Dr. Gunter Mann, Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG), Berlin

Gebäudebegrünung - gut für Stadtklima, Artenvielfalt, Regenwassermanagement und Erholung


Kurzfassung Vortrag

Begrünte Fassaden, ob boden- oder wandgebunden für eine saubere Luft und ein kühleres Stadtklima und begrünte Dächer, ob extensiv oder intensiv, als Wasserspeicher und zusätzliche Nutzfläche. In dem Vortrag werden kurz die verschiedenen Varianten der Gebäudebegrünung aufgezeigt und die Basics zur Dach- und Fassadenbegrünung angesprochen. Dann geht es über in Praxisbeispiele, wo und wie begrünte Fassaden und Dächer umgesetzt wurden. Dabei werden auch die „Trends“ wie „Retentionsdach“ (Regenwassermanagement), „Solargründach“ (Kombination Solar und Dachbegrünung), „Biodiversitätsdach“ (Artenvielfalt) und „Urban farming“ (Obst und Gemüse auf dem Dach) näher beleuchtet.

Lebenslauf

Seit über 25 Jahren setzt Gunter Mann sich mit der Begrünung von Gebäuden auseinander und ist wie kaum ein anderer in der Branche vernetzt.

Schon im Rahmen seines wissenschaftlichen Studiums an der Universität Tübingen kam er bei seiner Diplom- und Doktorarbeit („Ökologisch-faunistische Aspekte begrünter Dächer in Abhängigkeit vom Schichtaufbau“ und „Vorkommen und Bedeutung von Bodentieren (Makrofauna) auf begrünten Dächern in Abhängigkeit von der Vegetationsform“) zum ersten Mal intensiv mit der Dachbegrünung in Berührung.

Zu Beginn seiner „Dachbegrüner-Karriere“ war er bei der optima-Zentrale Süd in der Abteilung „Anwendungstechnik/Forschung und Entwicklung“ tätig. Im Anschluss daran sah sich Gunter Mann als Marketingleiter und Prokurist bei der Optigrün international AG verantwortlich für Werbung, Seminare und Außendarstellung des Unternehmens. Zuletzt war Gunter Mann Netzwerkmanager bei der GEMIFO GmbH im ZIM-Netzwerk „Stadtklima“ und betreute Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte. Heute ist er Präsident beim Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG).

Fast 15 Jahre lenkte Gunter Mann als Präsident die Geschicke der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB). Er ist bis heute bestrebt, Bauherren und Planern die positiven Wirkungen begrünter Dächer, Fassaden und Innenräumen näher zu bringen. Gunter Mann leitete mit der „Bundesweiten Strategie Gebäudegrün“ und der damit verbundenen „Verbandsübergreifenden Allianz Bauwerksbegrünung“ eine neue Ära im Verband ein, war u. a. verantwortlicher Organisator des denkwürdigen Weltkongress Gebäudegrün (WGIC) 2017 in Berlin mit über 850 Teilnehmern und war maßgeblich an der Fusion von FBB und DDV Deutschen Dachgärtner Verband e.V. zum BuGG Bundesverband GebäudeGrün e.V. beteiligt.

Gunter Mann ist Betreuer von Bachelor- und Masterarbeiten an den verschiedenen Hochschulen und trat mit zahlreichen Fachvorträge und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Büchern zum Thema Dach- und Fassadenbegrünung in Erscheinung.