Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Fassade 2018 | smart grün dynamisch

Bild

Kategorie
bautec Kongress

Datum
22. Februar 2018

Zeit
09:00 Uhr

Ort
Palais am Funkturm

Mit dem Schwerpunkt Fassade greift die bautec 2018 ein Thema auf, dessen Inhalt den Fokus der Messe hundertprozentig spiegelt und der Architekten, Planer, Ingenieure aber auch Hersteller gleichermaßen beschäftigt und verbindet. Ob intelligente Gebäudetechnik, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Klimaschutz sowie zukunftsweisende Baustoffe und Technologien - aktuelle Strömungen und Trends in der Architektur lassen sich so beispielhaft darstellen und diskutieren.

Rund 500 Fachbesucher werden einen halben Tag lang inspiriende Vorträge aus den Bereichen Forschung und Engineering sowie Architektur - national und international - zu sehen bekommen und im Anschluss die Gelegenheit nutzen, die Messe zu besuchen.

Anmeldung unter:
https://fassade2018.heinze.de/


Veranstaltungen

09:45 Uhr

Eröffnet wird der Kongress um 9:30 Uhr durch den Fassadenspezialisten Ulrich Knaack, der Tendenzen und Erkenntnisse zum Thema Gebäudehülle benennt sowie Einblicke in seine Forschungstätigkeit gewährt.

Ulrich Knaack hat sich als Spezialist für Fassadentechnik nicht nur im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht. Seine Publikationen zählen zu den Standardwerken im Bereich des konstruktiven Entwerfens. Nachdem er als Architekt in Düsseldorf tätig war, lehrt und forscht er an der TU Darmstadt und an der TU Delft.

Sein besonderes Interesse gilt dabei der Weiterentwicklung der Fassade in Hinsicht auf innovative Funktionalitäten. Ob smarte Materialien oder additive Herstellungsmethoden – in den Delfter Versuchslaboratorien werden unterschiedlichste Materialkombinationen auf Ihre Zukunftsfähigkeit
hin getestet. Aktuelle Tendenzen und Erkenntnisse zum Thema Gebäudehülle sowie Einblicke in seine Forschungstätigkeit gibt Ulrich Knaack in einem Einführungsvortrag.

Redner:
Professor Ulrich Knaack, TU Darmstadt und Delft

Daniel Pfanner, dessen besonderes Interesse der Entwicklung innovativer Energie- und Konstruktionskonzepte für Ganzglas-Fassaden gilt, erläutert unter anderem eine der aktuell interessantesten Funktionsvarianten – die Fluid Flow Facade.

Das Planungsspektrum des Ingenieurbüros Bollinger + Grohmann zeichnet sich durch seine besondere
Vielfalt aus – von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main über das Rolex Learning Center der EPFL in Lausanne hin zum neuen Louvre-Museum im französischen Lens. Geplant wird von der Konstruktion und Gestaltung über die Weiterentwicklung und Stärkung des Entwurfs hin zur Umsetzung auf der Baustelle.

Bis 2014 war Daniel Pfanner Leiter der Fassadenplanung bei Bollinger + Grohmann, heute ist
er Partner. Sein besonderes Interesse gilt innovativen Energie- und Konstruktionskonzepte für Ganzglas-Fassaden. An der der Frankfurt University of Applied Sciences lehrt er im Grundlagenbereich Mechanik und Statik für Bauingenieure und hält Vorlesungen zur Fassadentechnik.

Redner:
Professor Daniel Pfanner, Bollinger + Grohmann

Eine entsprechende Strömungssimulation machen Teodora Vatahska und Dr. Axel Müller (HTCO) für die Kongressgäste erlebbar.

Ob es um das ideale Raumklima oder sicheren Brandschutz geht: Die Strömungsverhältnisse von Luft, Wasser, Licht und Wärme spielen eine elementare Rolle für eine effiziente und erfolgreiche Gebäudeplanung. Konstruktionen, die eine optimale Strömungsführung ermöglichen, führen zu optimalen Prozessen und verhindern Fehlfunktionen.

Dr. Axel Müller ist Geschäftsführer der HTCO GmbH und hat sich als Pionier der CFD-Technologie auf das Thema Strömungen spezialisiert, die er in numerischen Simulationen sichtbar macht. Müller und sein Team realisierten bereits unterschiedlichste Industrieprojekte und entwickelten ein Planungsinstrument speziell für Architekten, mit dem sich Strömungen in und um Gebäude präzise erfassen, abbilden und optimieren lassen.

Redner:
Dr. Axel Müller, HTCO
Teodora Vatahska, HTCO

11:30 Uhr

Arno Lederer (LRO) hingegen spricht über das Potenzial traditioneller Bauweisen und -materialien. Die mehrfach preisgekrönten Bauten des renommierten deutschen Planers stehen für einen kunstvollen Spagat zwischen Tradition und Zeitgeist.

Traditionell-anthroposophisch – zeitgemäß interpretiert: so lässt sich das architektonische Entwurfsverständnis des Stuttgarter Büros LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei zusammenfassen. Professor Arno Lederer, Begründer der Planergemeinschaft ist in seiner Ästhetik geprägt durch die frühe Postmoderne sowie die skandinavische Architektur der 1970er Jahre.

Projekte, wie der Neubau der Sparkasse Ulm oder des Kunstmuseums Ravensburg, das Bürogebäude im Arnulfpark München oder der Umbau des Stuttgarter Stadtmuseums im Wilhelmspalais zeichnen sich durch eine besondere haptische Materialität der Gebäudehülle sowie körperhaft umschlossenen Räume aus. Baustoffe werden recycelt und stärken so den
geschichtlichen Kontext des Ortes – Neues bleibt vertraut.

Redner:
Professor Arno Lederer, LRO

Laura Fogarasi-Ludloff gewährt ebenfalls Einblicke in ihre Entwurfswelt und stellt das mit dem IconicAward 2017 prämierte SOS-Bildungs- und Begegnungszentrum in Berlin-Moabit vor. Der Bau beeindruckt funktional wie gestalterisch durch seinen außergewöhnlichen Sonnenschutz.

Im Jahr 2007 wurde in Berlin das deutsch österreichische Architekturbüro Ludloff Ludloff von
Laura Fogarasi-Ludloff und Jens Ludloff gegründet. Sinnliche Qualität und Fragen der Wahrnehmung von Architektur stehen im Vordergrund ihrer Projekte – tradierte Typologien werden hinterfragt und der Dialog zwischen den Disziplinen gesucht. Bauten, wie das Forschungsund Entwicklungszentrum der Sedus Stoll AG in Dogern, Hotelbauten in Amsterdam und Wien,
eine Mensa, die Turnhalle auf dem Tempelhofer Feld, sowie das „Haus FL“ wurden international prämiert.

Mit der Realisierung des SOS-Bildungs- und Begegnungszentrum in Berlin-Moabit ist ein offenes Haus mit außergewöhnlichem Sonnenschutz aus lichtdurchlässigen Membranelementen entstanden, das weit über seine örtliche Ausstrahlung hinaus als Kommunikationsplattform dient und für soziale Themen sensibilisiert.

Redner:
Laura Fogarasi-Ludloff, Ludloff Ludloff

13:00 Uhr

Expressiv, frisch und international wird es mit Dan Stubbergaard, Mitbegründer des dänisch-deutschen Architekten-Kollektivs COBE, das selbst Rock ’n’ Roll in Architektur übersetzt.

Ob der Umbau eines ehemaligen Getreidesilos in ein modernes Kopenhagener Apartmenthaus oder das Ragnarock-Museum in Roskilde, ein Gemeinschaftsprojekt mit MVRDV – das dänischdeutsche Planungsbüro COBE steht für eine expressive Fassadengestaltung und zählt zu den
internationalen Popstars seiner Architekten-Generation. Als Akronym steht der Büroname für
die Herkunftsstädte seiner Gründer Dan Stubbergaard (Copenhagen) und Vanessa Miriam Carlow (Berlin).

Bereits ein Jahr nach der Bürogründung erhielten sie gemeinsam mit drei anderen dänischen Büros 2006 den goldenen Löwen auf der 10. Architekturbiennale in Venedig. Im Anschluss gewannen sie den international ausgeschriebenen Wettbewerb um den Masterplan des nördlichen Copenhagener Hafenbereiches und realisierten verschiedene preisgekrönte Bauprojekte.

Redner:
Dan Stubbergaard, COBE